Dr. Anica Plaß​mann

 Privatpraxis für

Paar- und Sexualtherapie

Burnout-Prophylaxe

Zum Umgang mit Stress, Erschöpfung und Überlastung

Wir kennen alle das Gefühl, wie unter Strom zu stehen, kaum noch abschalten zu können, aber trotz aller Anstrengung gesteckte Ziele nicht zu schaffen. Wir schlafen zu wenig oder schlecht und vermissen das Gefühl, fit zu sein. Dies hat anfangs noch wenig Krankheitswert, aber "wehret den Anfängen".

Burnout ist, wenn diese Erfahrung zur Gewohnheit wird. Früher galt Burnout als typische Managerkrankheit. Heute wissen wir, dass genauso Hausfrauen, Selbstständige und tausende anderer Menschen ihrer Einstellung "Arbeiten bis zum Umfallen" zum Opfer fallen. Leider gehört es oft zum guten Ton, über die eigenen Belastungsgrenzen hinauszugehen. "Noch schnell das Projekt abschließen", "nur kurz die Muffins für die Kita backen", sich hundemüde vom Job "noch eben zum Sport" quälen. Wir haben alle hochgesteckte Ziele: Fleiß, Erfolg, Fitness, Hilfsbereitschaft, .... - Aber ist das alles wirklich noch gut für uns? 

Typisch ist, dass viele Betroffene nicht einmal bemerken, wenn die Überlastung zu groß wird. Da braucht es manchmal klare Ansagen von Familie, Freunden oder Kollegen. Aber selbst dann spielen wir die Anstrengung herunter und entgegnen: "So schlimm ist es ja auch wieder nicht". Und so bleibt zu fragen: Was muss denn noch geschehen, bis wir an uns denken?

Und woran erkenne ich einen Burnout?

(Ausführliches Entwicklungsmodell nach Fengler weiter unten)

  • am ewigen Wettlauf gegen die Zeit.
  • an Schlaf-, Verdauungs- und Herzproblemen, Schwitzen, Zittern, Gewichtsveränderungen, Magen- oder Kopfschmerzen, Muskelverspannungen nächtlichem Zähneknirschen
  • am Gefühl, ausgebeutet zu werden, Ängsten, Konzentrationsstörungen, Eifersucht, Gefühlen von Hilflosigkeit, Antriebslosigkeit, Lustlosigkeit, geringem Selbstwertgefühl, Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und Verzweiflung
  • an Rast- und Ruhelosigkeit

Burnout-Modell nach Fengler

Stufe 1: Tatendrang und Engagement im Job

Unauffälliges Verhalten

Beruf hat absolut oberste Priorität

Privatleben wird vernachlässigt  

Stufe 2: Überforderung, die oft ignoriert wird.

Schönreden „Wenn ich nur mal mehr Zeit hätte, …“

Krampfhaftes Bemühen, noch mehr zu leisten

Stufe 3: Chronische Überlastung

Frustration, schlechte Laune, Schuldgefühle

Kontrollverlust: „Es wird immer schlimmer – und ich kann nichts dagegen tun!“

(Ich würde spätestens auf Stufe 3 zu professioneller Unterstützung raten!)

Stufe 4: Sozialer Rückzug

Durch Überforderung kommt es zu Abneigung gegenüber Kollegen, Mitarbeitern, Klienten und sogar im Kontakt mit Freunden und Familienmitgliedern

Erschöpfungsgefühle und Apathie  

Stufe 5: Burnout-Syndrom ist voll ausgeprägt

Selbstanklagen, unfähig, wertlos und inkompetent zu sein

Zynisch und ironisch gegenüber anderen

Soziale Kontakte sind belastend und werden gemieden

Auffällige Fehlzeiten am Arbeitsplatz

Psychosomatische Beschwerden

Erhöhtes Unfallrisiko

Angststörungen und Depressionen

-> Suizidalität