Dr. Anica Plaß​mann

 Privatpraxis für

Paar- und Sexualtherapie

Erotik nach gynäkologischer OP

Aufgund von Entzündungen, Tumoren und aus vielen weiteren Gründen sehen sich zahlreiche Frauen dazu gezwungen, Eingriffe vornehmen zu lassen. Hinter Begriffen wie "Mammaamputation", "Vulvektomie", "Hysterektomie" und "Ovariohysterektomie" verbergen sich die operative Entfernung einer oder beider Brüste, Teilen des äußeren Geschlechts, der Eierstöcke und der Gebärmutter.

Unabhängig von den Heilungschancen der zugrunde liegenden Erkrankung leiden viele Frauen seelisch unter den Folgen der Operationen. Etliche fühlen sich nicht mehr als ganze Frau. Zu der Angst vor der körperlichen Beeinträchtigung durch die Operation, Schmerzen und etwaigen Heilungsprognosen kommt die Furcht vor Entstellung und Ablehnung durch den Partner. Manche Frauen denken, "mein Partner sagt nur, dass es ihn nicht stört, um mich nicht zu belasten. Aber ich glaube ihm nicht." Darüber hinaus ist nicht zu vergessen, dass viele Frauen frühzeitig in die Wechseljahre kommen und unter der hormonellen Umstellung leiden. Vielfach sind Kinderwünsche vor der Zeit zu verabschieden. Was im Intimkontakt mit dem Partner früher Geborgenheit und Halt gab, wirkt nun bedrohlich und wird vermieden. Es fehlen die körperliche Nähe und der erotische Genuss ....

...weil Frau sich entstellt fühlt

...weil Frau sich für ihren Körper schämt

...weil Frau kein Begehren mehr verspürt

...weil Frau nicht durch Berührungen an die

Angst oder Schmerzen erinnert werden möchte

...weil Frau nicht mehr wie früher Sex haben kann

...weil Frau glaubt, keine "richtige" Partnerin

mehr sein zu können

...weil Frau nicht mehr fruchtbar ist

...weil Frau sich fremd in ihrem Körper fühlt

...weil Frau nichts falsch machen will, um eine

Verschlechterung ihres Befindens zu riskieren ...

Sich im eigenen Körper wieder zuhause zu fühlen ist ein wesentliches Ziel: ihn wieder in Besitz zu nehmen und das Gefühl der eigenen Weiblichkeit zu stärken.

Mit Blick auf eine Partnerschaft stellen sich zusätzlich viele Fragen neu: "Wie setzen wir uns auseinander?" oder "Wer versorgt wen?" und "Was brauche ich eigentlich - und was nicht?" Die Unterstützung der belasteten Partnerin ist eine wundervolle Gabe. Nach einem Eingriff kann dies aber schnell als entmündigend, überfordernd und Schuldgefühle verursachend erlebt werden.