Dr. Anica Plaß​mann

 Privatpraxis für

Paar- und Sexualtherapie

Wussten Sie schon ....?

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Noncon-Inszenierungen

Der Begriff ist das Kürzel für "non-consensual" in Zusammenhang mit pornografischen Darstellungen. Er bedeutet "nicht einvernehmlich" und beinhaltet Szenen nachgestellter Vergewaltigungen.

!!! Pozzen-Partys und Bug-Chaser !!!

Auf Pozzen-Partys treffen sich HIV-Infizierte und Nicht-Infizierte, um miteinander Sex zu haben. In der Regel agieren die Infizierten inkognito, so dass die übrigen nicht wissen, ob sie sich beim Sex anstecken oder nicht. Einige der Teilnehmer reizt das Spiel mit der Gefahr einer Ansteckung. Andere wünschen sich gezielt die Ansteckung. Menschen, die sich bewusst mit HIV anstecken wollen, werden als "Bug-Chaser" bezeichnet. Sie verstehen die Infektion als "Gift" (= Geschenk). Die gezielt Infizierenden nenen sich selbst "Gift-Giver" (= Schenkende).

Odaxelagnia

So nennt man sexuellen Genuss durch Beißen bzw. das Gebissenwerden. In der Fachsprache wird dies als "Paraphilie" bezeichnet. Die Odaxelagnia ist angelehnt an erotische Aspekte des Vampirismus. Blut spielt dabei nicht zwingend eine Rolle.

(Hinweis: D.)

Anti-Vergewaltigungs-Kondome

Es gibt extra angefertigte Anti-Vergewaltigungs-Kondome. Diese sind speziell nach dem Vorbild einer Vagina Dentata (bezahnte, Penisse verschlingende Vagina. Mythos nach Freud) konstruiert. Sie verfügen über nach innen ausgerichtete Widerhaken. Ein solches Komdom wird in die Scheide eingeführt und verbleibt dort für etwa 24 Stunden. Hat die Frau während dieser Zeit Geschlechtsverkehr, der als erzwungen vorausgesetzt wird, umschließt das Kondom den Penis und kann nur mit ärztlicher Hilfe entfernt werden. Diese Kondome wurden eigens für afrikanische Frauen konstruiert, die mit hoher Wahrscheinlichkeit einer Vergewaltigung zum Opfer fallen. Problematisch ist, dass diese Kondome für viele Frauen zu kostspielig sind und letztlich eine Vergewaltigung nicht verhindern können.

Wie lange dauert Sex "normalerweise"?

Duch die Szenen in Pornos und einer Menge Angst und Prahlerei ist das Bild entstanden, Männer hätten per se stundenlange Erektionen. Untersuchungen haben ergeben, dass der Durchschnittswert für vaginalen Verkehr vom Eindringen des Penis bis zur Ejakulation bei etwa 4 Minuten liegt. - Und wo wir bereits bei dem Thema sind: Zahlreiche Frauen erregen sich weniger über den Geschlechtsverkehr, sondern über die Stimulation der Klitoris. Für viele von ihnen ist es nicht sonderlich von Interesse, länger dauernden Geschlechtsverkehr zu haben.

Hat jede Frau einen G-Punkt?

Unter Medizinern wird noch darüber gestritten.

Keine Lust mehr auf Sex im Alter?

Entgegen der weit verbreiteten Annahme spielt Sex auch im fortgeschrittenen Lebensalter eine erhebliche Rolle. Kennzeichnend für diese Zeit ist oft ein entspannterer Zugang von Frauen zu ihrem eigenen Körper und ihrer Sexualität. Durch das Wegfallen der Verhütungsthematik etc. und eine Distanzierung vom früheren Gedanken, Sex "leisten" zu müssen, um die Beziehung zu erhalten, fühlen sich viele freier, sich genussvoll auszuleben. Männer hingegen macht sehr häufig die nachlassende Erektionsfähigkeit zu schaffen. Diese Entwicklung beginnt i.d.R. mit Mitte des 3. Lebensjahrzehnts. 

Gerade wenn Männer es gewöhnt sind, sich über starken Druck auf den Penis zu erregen, kann es schwierig werden, einen etwa gleich starken Druck durch die Vagina während des Verkehrs aufzubauen. Der häufig mit dem Alter nachlassende innervaginale Druck erschwert es dann zusätzlich, die Erektion aufrecht zu erhalten. Hier sind sexualtherapeutische Möglichkeiten gegeben, die Erregungs- und Genussfähigkeit sowohl des Mannes als auch der Frau zu steigern. (Ausnahme: Es liegen urologisch / gynäkologisch zu behandelnde Probleme vor.)